Nachruf auf Christian Fröhlich

Die Mitglieder des Vereins „Musik im Pfaffenwinkel“ und die Sängerinnen und Sänger des Gemischten Chores im Pfaffenwinkel trauern um ihren langjährigen Dirigenten und Musikalischen Leiter Christian Fröhlich, der plötzlich und unerwartet verstorben ist.
Bereits im Alter von 12 Jahren war Christian Fröhlich Preisträger des Bundeswettbewerbs für Klavier. Sein Künstlerisches Staatsexamen an der Musikhochschule Hamburg bestand er mit Auszeichnung. Für herausragende Leistungen wurde dem jungen Künstler der Bayerische Staatspreis verliehen. Nach Stationen bei den Münchner Philharmonikern, Tonhalle Orchester Zürich, Royal Philharmonic Orchestra und BBC Symphony Orchestra London übernahm er verschiedene Positionen im deutschsprachigen Raum, u.a. als Generalmusikdirektor am Landestheater Coburg.
Im September 2012 übernahm Christian Fröhlich als Nachfolger von Josef Kraus die Musikalische Leitung der Konzertreihe „Musik im Pfaffenwinkel“. Unter seiner Federführung wurden in der weltberühmten Wieskirche und in der Basilika Benediktbeuern zusammen mit Mitgliedern des Bayerischen Staatsorchesters, der Münchner Philharmoniker sowie Solisten und Solistinnen der Bayerischen Staatsoper München Chorwerke von herausragender Bedeutung aufgeführt. Dazu zählen u.a. „Requiem“ (Mozart), „Die Schöpfung“ (Haydn), „Ein Deutsches Requiem“ (Brahms), Symphonie Nr. 2 „Lobgesang“ (Mendelssohn Bartholdy),
„Messa da Requiem“ (Verdi), Messe Nr. 3 in f-Moll (Bruckner), Messe in As-Dur (Schubert).
Die Mitglieder des Gemischten Chors im Pfaffenwinkel sind sich bewusst, dass der Chor unter der akribischen Herangehensweise von Christian Fröhlich in jeder Chorprobe über die Jahre hinweg zu ungeahnten Höhen heranwuchs. Im Ergebnis bedeutete dies sehr erfolgreiche Konzerte vor „vollen Häusern“ in der Wieskirche und der Basilika in Benediktbeuern und sicherte damit das Weiterbestehen der Konzertreihe. Wir sind Christian Fröhlich in hohem Maße dankbar für seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Musik, unserer Konzertreihe und nicht zuletzt zur Freude unseres Publikums.